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Kantatengottesdienst

Wir haben am 10. Mai 2008 in der Jesuskirche einen Kantatengottesdienst im Rahmen der Deutschen Kulturwochen veranstalten können. Mit Ton und Text können Sie auch jetzt daran teilhaben. Sie können Ablaufheft und CD auch bei uns für 3 Euro plus Versand bestellen. 

Die Links auf der linken Seitenhälfte führen zu einer mp3-Datei innerhalb unserer Homepage. Auf der rechten Seite sind die entsprechenden Texte zu finden. Im Kantatengottesdienst war es jeweils so, dass jeder gesprochene lettische Text deutsch abgedruckt war und umgekehrt.

Sie können sich auch einfach das Ablaufheft mit Noten als pdf-Datei ausdrucken.

Orgelvorspiel

Johann Sebastian Bach: „Kyrie, Gott, Heiliger Geist“ BWV 671
gespielt von Vita Kalnciema

Begrüßung                                                                                                deutsch

Gemeindelied                                                                                           Text
Zieh ein zu deinen Toren
Text: Paul Gerhard, Melodie: Johann Crüger 1653

Kantate zum 100. Psalm    Teil 1 und Teil 2                  deutsch        lettisch
Johann Friedrich Doles

Bitte um den Heiligen Geist                                             deutsch        lettisch

Lesung: Ezechiel 37                                                           deutsch        lettisch

Ansprache zu Ezechiel 37 von Pastor Martin Grahl     deutsch        lettisch

Kantate „Komm, Heiliger Geist“                                      deutsch        lettisch
Johann Friedrich Doles

Lesung aus Joel 3                                                               deutsch        lettisch

Ansprache zu Joel 3 von Pastor Juris Rubenis              deutsch        lettisch

Gemeindelied                                                                       Text
Gott Vater, sende deinen Geist
Text: Paul Gerhard 1656, Melodie: um 1504: geistlich 1530.

Fürbitten   lettisch - deutsch                                            deutsch        lettisch

Suite in D-Dur für Trompete und Orchester
Georg Friedrich Händel
Solist: Andris Abelite

Vaterunser, Segen

Gemeindelied                                                                        Text
Segne und behüte uns
Text: Johannes Gossner 1825, Melodie: Johann Friedrich Franke 1755

Orgelnachspiel
Johann Sebastian Bach: Choralfantasie „Komm, Heiliger Geist, Herre Gott“ BWV 651
gespielt von Vita Kalnciema

                                        Biografisches zu J.F. Doles, Mitwirkende, Dankesworte 

 

Texte:

 Begrüßung:

Seien Sie herzlich willkommen zu unserem Kantatengottesdienst am Vorabend des Pfingstfestes.Wir freuen uns sehr, dass wir ihn mit Hilfe der Unterstützung durch die Deutsche Botschaft in Lettland ermöglichen konnten.Im Mittelpunkt stehen zwei Kantaten von Johann Friedrich Doles. In der Orgel der Hlg. Dreifaltigkeitskirche in Liepaja finden sich viele Notenhandschriften, von diesen haben wir sie abschreiben lassen. Nahezu alle Noten, die sich dort finden, stammen aus dem sächsischen Bereich. Damals unterstanden Sachsen und Kurland einem König, - dem König Polens. So ändern sich die Verhältnisse! Und wir sehen auch daran, - auf vielfältige Weise gehören Deutsche und Letten zusammen.Wir können davon ausgehen, dass die Kantaten seit ihrer Entstehungszeit kaum noch aufgeführt worden sind, und vermutlich sind es auch die einzigen Handschriften dieser Kompositionen, die noch erhalten sind.Wir führen diese Kantaten im Gottesdienst auf, denn es sind liturgische Kompositionen, es ist Kirchenmusik.Heute ist der Sonnabend vor Pfingsten, - wir haben entsprechend Lesungen für die Pfingstvigil dem Gottesdienst zugrunde gelegt.Die Kollekte am Ausgang ist bestimmt für die Kirchenmusik der Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Lettland. Wir sind eine zahlenmäßig kleine Gemeinde und sind von daher über jede Hilfe dankbar. Hören wir nun die Kantate über den 100.Psalm von Johann Friedrich Doles!

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 Gemeindelied: Zieh ein zu deinen Toren

 1. Zieh ein zu deinen Toren, sei meines Herzens Gast, der du, da ich geboren, mich neu geboren hast, o hochgeliebter Geist des Vaters und des Sohnes, mit beiden gleichen Thrones, mit beiden gleich gepreist.

 2. Kā zars, kas rauts no koka, Es nāvē pazudis; Man’ glāba Tava roka, Tu nāvi nokāvis. Jau svētā kristībā Caur Kristus as’nīm svētām, Pie krusta staba lietām, Man tika dzīvība.

 3. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zank, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder tun zusammen, die voller Zwietracht seind.

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 Psalm 100:

 Jauchzt dem HERRN, alle Welt! Dient dem HERRN mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken! Erkennt, dass der HERR Gott ist! Er hat uns gemacht, und nicht wir selbst, zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide. Geht zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhöfen mit Loben; danket ihm, lobet seinen Namen! Denn der HERR ist freundlich, und seine Gnade währet ewig und seine Wahrheit für und für.

  Gavilējiet tam Kungam, visas pasaules zemes! Kalpojiet tam Kungam ar prieku, nāciet Viņa vaiga priekšā ar gavilēm! Atzīstiet, ka tas Kungs ir Dievs, Viņš mūs ir darījis - un ne mēs paši - par Savu tautu un par Savas ganības avīm. Ieeita pa Viņa vārtiem ar pateikšanu, Viņa pagalmos ar teikšanu! Pateicieties Viņam, slavējiet Viņa vārdu! Jo tas Kungs ir laipnīgs, Viņa žēlastība paliek mūžīgi, un Viņa patiesība pastāv uz radu radiem.

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 Bitte um den Heiligen Geist:

 Komm, Heiliger Geist!
Wir laden Dich ein, wie einen teuren Gast,
Erzähle uns von Deinen Wundern,
Gib unserem Lebenshaus einen neuen Glanz,
Gib uns von Deiner heilenden Weisheit! 

Komm, Heiliger Geist!
Wir laden Dich ein in unsere Kirchen,

lass sie zu einem Quellort wunderbarer Freiheit werden,
Ihre Fenster das Licht der Liebe hinein und hinaus strahlen,
Ihre Sakramente Seelennahrung sein und bleiben!

Komm, Heiliger Geist!
Wir laden Dich ein in unser Land,
Senke in uns Sehnsucht für ein gutes soziales Miteinander,
Streue Samen der Versöhnung und einer gemeinsamen Zukunft!

Komm, Heiliger Geist, komm, Licht der Welt!

Nāc, nāc, Svētais Gars, nāc, pasaules gaišums!

Komm, Heiliger Geist!
Komm in unsere ausgetrocknete Welt, in der wir uns nach dem Wasser der Wahrheit und des Lebens sehnen! Du bist unserem Leben wahre Tiefe und Weite, Du bist die echte Freiheit, die uns fehlt. Nur mit Dir entdecken wir die wahre Größe unseres Lebens und die von Dir geschenkten Möglichkeiten.

Komm, Heiliger Geist!
Erneuere das Antlitz der Erde, erneuere unser Leben, gib unseren guten Vorhaben neue Kraft, erinnere uns an das Gute, das wir gewollt hatten, aber vergaßen. Gib uns die Kraft, uns Dir zu öffnen, damit die Ströme Deines Lebens in uns fließen können, reinige und präge uns!

Komm, Heiliger Geist!
Wir bitten Dich, sende Deinen Geist in unser Leben, in unsere Beziehungen, unsere Gedanken, unsere Worte, unser Tun, damit es in unserm Land und in der Welt keinen Ort gebe, wo Dein Geist nicht gegenwärtig ist.

Komm, Heiliger Geist, komm, Licht der Welt!

Nāc, nāc, Svētais Gars, nāc, pasaules gaišums!

 Nāc, Svētais Gars! Mēs Tevi aicinām kā dārgu viesi, stāsti mums par saviem brīnumiem, dod mūsu dzīves ēkai jaunu mirdzumu, dod mums no Tavas dziedinošās gudrības! 

Nāc, Svētais Gars! Mēs Tevi aicinām mūsu baznīcās, liec tām kļūt par Tavas brīnišķīgās brīvības avotiem, lai to logi iestaro un izstaro gaismu un mīlestību, lai to sakramenti ir un paliek dvēseļu barība!

Nāc, Svētais Gars! Mēs Tevi aicinām mūsu zemē, radi mūsos ilgas pēc labas sabiedriskas sadzīves, sēj mūsos salīdzināšanās un kopīgas nākotnes sēklas!

Komm, Heiliger Geist, komm, Licht der Welt!

Nāc, nāc, Svētais Gars, nāc, pasaules gaišums!

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Nāc, Svētais Gars!
Ienāc mūsu izkaltušajā pasaulē, kurā aizvien ilgojamies pēc patiesības un dzīvības!
Tu esi mūsu dzīves patiesais dziļums un plašums, tu esi īstā brīvība, kuras aizvien mums vēl tā pietrūkst. Tikai ar Tevi mēs atklājam mūsu dzīves patieso lielumu un Tevis dāvātās iespējas.

Nāc, Svētais Gars!
Atjauno zemes seju, atjauno mūsu dzīves, atjauno mūsu labās apņēmības, atgādini mums visu labo, ko reiz esam gribējuši, bet aizmirsuši. Dod mums spēku atvērties Tev, lai Tavas dzīvības straumes var ieplūst mūsos, mazgāt mūs un pārņemt mūs! 
Nāc, Svētais Gars!

Mēs Tevi lūdzam, sūti savu Garu mūsu dzīvēs, mūsu attiecībās, mūsu domās, mūsu vārdos, mūsu darbos, lai mūsu zemē un pasaulē nebūtu vietas, kurā nebūtu sastopams tavs Gars!

 

Komm, Heiliger Geist, komm, Licht der Welt!

Nāc, nāc, Svētais Gars, nāc, pasaules gaišums!

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Lesung: Ezechiel 37:

 Die Hand des Herrn legte sich auf mich, und der Herr brachte mich im Geist hinaus und versetzte mich mitten in die Ebene. Sie war voll von Gebeinen.

Er führte mich ringsum an ihnen vorüber, und ich sah sehr viele über die Ebene verstreut liegen; sie waren ganz ausgetrocknet.

Er fragte mich: Menschensohn, können diese Gebeine wieder lebendig werden? Ich antwortete: Herr und Gott, das weißt nur du.

Da sagte er zu mir: Sprich als Prophet über diese Gebeine, und sag zu ihnen: Ihr ausgetrockneten Gebeine, hört das Wort des Herrn!

So spricht Gott, der Herr, zu diesen Gebeinen: Ich selbst bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig.

Ich spanne Sehnen über euch und umgebe euch mit Fleisch; ich überziehe euch mit Haut und bringe Geist in euch, dann werdet ihr lebendig. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.

Da sprach ich als Prophet, wie mir befohlen war; und noch während ich redete, hörte ich auf einmal ein Geräusch: Die Gebeine rückten zusammen, Bein an Bein.

Und als ich hinsah, waren plötzlich Sehnen auf ihnen, und Fleisch umgab sie, und Haut überzog sie. Aber es war noch kein Geist in ihnen.

Da sagte er zu mir: Rede als Prophet zum Geist, rede, Menschensohn, sag zum Geist: So spricht Gott, der Herr: Geist, komm herbei von den vier Winden! Hauch diese Erschlagenen an, damit sie lebendig werden.

Da sprach ich als Prophet, wie er mir befohlen hatte, und es kam Geist in sie. Sie wurden lebendig und standen auf - ein großes, gewaltiges Heer.

Er sagte zu mir: Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Jetzt sagt Israel: Ausgetrocknet sind unsere Gebeine, unsere Hoffnung ist untergegangen, wir sind verloren.

Deshalb tritt als Prophet auf, und sag zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Ich öffne eure Gräber und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf. Ich bringe euch zurück in das Land Israel.

Wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole, dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.

Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer Land. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin. Ich habe gesprochen, und ich führe es aus - Spruch des Herrn.

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Tā Kunga roka nāca pār mani, un Tas Kungs mani garā aizveda kādas ielejas vidū, kas bija pilna ar miroņu kauliem. Un Viņš mani vadāja starp tiem pa klajumu šurpu turpu, un to bija ļoti daudz, un tie bija pavisam izkaltuši. Un Viņš man jautāja: "Cilvēka bērns, vai šie kauli var kļūt atkal dzīvi?" Es atbildēju: "Kungs mans Dievs, Tu to zini." Tad Viņš man pavēlēja: "Sludini šiem kauliem un saki tiem: jūs, sakaltušie kauli, klausaities Tā Kunga vārdu! Tā saka Dievs Tas Kungs šiem kauliem: Es iedvesīšu jums garu, ka jūs kļūstat atkal dzīvi. Jūs dabūsit dzīslas, miesu un ādu; un Es jums piešķiršu dvašu un dzīvības garu, lai jūs topat atkal dzīvi un atzīstat, ka Es esmu Tas Kungs." Tad es sludināju, kā man bija pavēlēts. Un tur čirkstēja, kad es sludināju, un redzi, tur kustējās, kauli sadevās kopā cits ar citu. Un, kad es apskatījos, es redzēju, ka tiem bija dzīslas un miesa, un āda pārklāja tos, bet dzīvības gara viņos nebija. Tad Viņš man sacīja: "Cilvēka bērns, sludini dzīvības garam, saki tam: tā saka Tas Kungs: nāc, gars, no četriem vējiem un apdves šos nokautos, ka tie kļūst dzīvi!" Kad es tā sludināju, kā man bija pavēlēts, tad dzīvības gars nāca kaulos, tie tapa dzīvi un nostājās uz savām kājām, varen liels pulks. Tad Viņš man sacīja: "Cilvēka bērns, šie kauli ir viss Israēla nams. Redzi, tie saka: mūsu kauli ir sakaltuši, mūsu cerība ir zudusi, mēs esam beigti. Tādēļ sludini un saki tiem: tā saka Dievs Tas Kungs: redzi, Es atvēršu jūsu kapus un izvedīšu jūs, Mana tauta, no jūsu kapiem un aizvedīšu jūs atpakaļ Israēla zemē. Tad jūs atzīsit, ka Es esmu Tas Kungs, ja Es veru vaļā jūsu kapus un vedu ārā jūs no jūsu kapiem, Mana tauta. Es likšu jūsos ieiet Savam Garam, ka jūs topat dzīvi, un jūs aizvedīšu atpakaļ jūsu zemē, un jūs atzīsit, ka Es, Tas Kungs, to apsolīju un arī izpildīju," - tā saka Tas Kungs. Atkal pār mani nāca Tā Kunga vārds: "Cilvēka bērns, ņem koka vēzdu un raksti uz tās: Jūdam un ar viņu apvienotiem Israēla bērniem. - Tad ņem vēl vienu koka vēzdu un raksti uz tās: Jāzepam, Efraima un visa ap viņu apvienotā Israēla nama vēzda. Tad saliec abas tās vēzdas kopā, tā ka tās ir tikai viena vēzda tavā rokā. Kad nu tavi tautas brāļi tev jautās: vai tu mums nepaskaidrosi, ko tas nozīmē? - tad atbildi tiem: tā saka Dievs Tas Kungs: redzi, Es ņemšu Jāzepa vēzdu, kas ir Efraima rokā, un ar Jāzepu sabiedrotās Israēla ciltis un to pievienošu Jūdas vēzdai un abas padarīšu par vienu kopēju vēzdu, ka tā būs viena Manā rokā. Kad tu vēzdas, ko tu aprakstīji, turēsi savā rokā viņa acu priekšā, tad saki tiem: redzi, Es izvedīšu Israēla bērnus no to tautu vidus, kurp tie aizgājuši, Es tos salasīšu kopā un atvedīšu atpakaļ viņu pašu zemē, saka Dievs Tas Kungs, Es savienošu tos par vienu tautu tur tai zemē, Israēla kalnos, un viens vienīgs ķēniņš valdīs pār to. Tie nebūs vairs divas tautas un nebūs vairs divas valstis. Tad tie vairs neaptraipīsies ar saviem elkiem un ar kalpību tiem, un ar saviem pārkāpumiem. Es tiem piedošu visus uzticības laušanas gadījumus, kādos tie apgrēkojušies, un Es tos šķīstīšu; tad tie būs Mana tauta, un Es būšu viņu Dievs. Mans kalps Dāvids būs viņu ķēniņš, un tiem visiem būs viens gans. Tie staigās pēc Manām tiesām, turēs Manus likumus un darīs pēc tiem. Tad tie dzīvos atkal tai zemē, ko Es devu Savam kalpam Jēkabam un kur dzīvoja jūsu tēvi. Arī tie tur dzīvos un viņu bērni un bērnu bērni mūžīgi. Un Mans kalps Dāvids būs viņu valdnieks uz visiem laikiem. Es slēgšu ar tiem miera derību, tā būs mūžīga derība. Es tiem likšu dzīvot uz vietas, vairošu tos un atstāšu Savu svētnīcu viņu vidū mūžīgi. Mans mājoklis būs pie tiem, Es būšu viņu Dievs, un tie būs Mana tauta. Arī citas tautas atzīs, ka Es esmu Tas Kungs, kas Israēlu svētī, kad Mana svētnīca būs viņu vidū mūžīgi!"

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Ansprache zu Ezechiel 37 von Pastor Martin Grahl

 Ich war vor einem Monat in Jerusalem. Vor den Toren der Altstadt gibt es einen Friedhof. Es ist ein Privileg, dort seine Knochen zu betten. Denn dort findet einst das Jüngste Gericht statt. Das Gericht Leben spendender Gnade. Wie viel Tod umgibt uns? Auf welche Gnade hoffen wir? Auf welche Gerechtigkeit? Was hat unsere Seelen so ausgetrocknet, dass wir uns fühlen wie ein nacktes, mürbes Knochengerüst? Wo ist unser Leben? Was ist der Mensch anderes, als ein funktionierendes Lebewesen wie Hunde, Ameisen oder ängstliche Vögel, die sich vor den Bussarden in Acht nehmen müssen?„Rede zu mir!“, flehte der Prophet den Herren an. Ja, es ist der Geist, der aus unseren Knochen einen Menschen macht. Es ist der Name, den man mir gibt, den ich tragen darf. Wir geben einander mit unseren Worten Leben, -  oder den Tod. Unsere Sprache ist Medizin, - und ein Arsenal an Waffen. Mit einem Mal, hören und lesen wir, kommt Leben in die Gebeine. Die Menschen vor den verschlossenen Toren wachen auf, als hätten sie geschlafen, den bleiernen Schlaf der Gleichgültigkeit. Durch die Mauern führen wieder Wege. Die Tore öffnen sich. „Ich hauche euch meinen Geist ein“, sagt Gott. Wie viel Leben umgibt uns? Was fürchten wir, welche Gerechtigkeit? Was ist das für eine Kraft, aus der unsere Seele quillt, dass wir Mut spüren und das Blut in unseren Adern pocht? Was will uns der Tod anhaben? Darum, redet und lebt miteinander, nicht aneinander vorbei. Lasst es zu, dass eure Herzen einander anrühren. Wagt es, aufzustehen aus den Gräbern der Langeweile, der Überarbeitung, der verfehlten Ziele. Gott sagte Ezechiel: Tritt als mein Prophet auf und sag ihnen: So spricht euer Gott: Ich öffne eure Gräber und hole euch, mein Volk, aus eurem Tod. Ich hauche euch meinen Geist ein, dann werdet ihr lebendig, und ich bringe euch wieder in euer verlorenes Land. Ja, wir sollten unsere Augen aufschlagen wie nach langem, tiefem, unruhigem Schlaf. Wir sollten unseren Muskeln nachspüren bis in die Fingerspitzen. Wir sollten tief einatmen den frischen Wind am Meer. Wir sollten still werden und lauschen auf das, was unser Herz hören muss. Wir sind nicht nur Knochen. Wir sind Herz und Seele, Fleisch und Blut. Wir sind Menschen, die lieben, wie Gott uns aus Liebe geschaffen hat. Dann sind unsere Gebeine nicht mehr nur etwas, was man begraben muss. Dann haben wir Rückgrat und bewegliche Füße, Hände und einen klugen Kopf. Dann kann Gottes Geist in uns wohnen. Der Geist des Schöpfers, und des Erlösers, des Trösters, der Barmherzigkeit, der Freiheit. Wir sind heute hier in Riga. Mitten in Europa. Im Jahre 2008 nach Jesu Geburt. Welche Geister regieren das Leben, was bestimmt uns, treibt uns, stößt uns ab oder begeistert uns? Sind wir den Winden der Zeiten hilflos ausgeliefert wie die Blätter an den Bäumen? Wer sind wir anderen? Welcher Geist spricht aus uns? Gott mutet uns Freiheit zu. Wir können uns dem Guten verweigern. Wir können den Tod wählen. Wir können uns gehen lassen. Wir können neben der Quelle sitzen und austrocknen. Wir können jammern und klagen, uns in Illusionen wiegen oder andere belügen. Oder wir können zu Gott sagen wie Ezechiel: Sprich zu mir. Gib mir Deinen Geist. Lass in mir etwas von Deinem Lebensatem spürbar werden. Riskieren wir das gute Leben. Machen wir uns auf den Weg. Tun wir das, von dem wissen, wir sollten es tun. Sehen wir zu, dass unsere Seelen nicht austrocknen wie ungegossene Blumentöpfe. Zeigen wir, dass wir das Leben zu achten wissen und suchen wir nach Wahrheit, entwickeln wir in uns den Hunger nach Gerechtigkeit. Wir stehen vor den Toren des Lebens. Wir können uns abwenden und fliehen, wir können kaputt machen und zerschlagen, wir können aber auch den Geist des Schöpfergottes in uns wohnen lassen. Wir können echte Lebensqualität suchen, die wirklich guten Töne des Lebens zum Klingen bringen. Gott hat uns nicht zum Marionettentheater gemacht, sondern als Bild Seiner selbst erschaffen. Er zieht nicht mit unsichtbaren Fäden an unseren trockenen Knochen als wären wir willenlose Marionetten. Er hat uns ein Herz gegeben, das Er anspricht: Und siehe, es fuhr der Geist in die Gebeine der Toten vor den Toren Jerusalems. Der Erschlagene sucht Versöhnung, der Krieger Vergebung. Der Verzweifelte lässt die Worte der Hoffnung gelten. Der aufgegeben hatte, steht wieder auf. Der alles verdorben hatte, sehnt sich nach Wiedergutmachung. Der Schuldige möchte seinen Schuldigern vergeben. Der Sterbende weiß sich im Leben aufgehoben. Der Geist Gottes fährt uns in die Glieder, - wir leben. Amen.

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 Pirms mēneša es biju Jeruzalemē. Vecpilsētas vārtu priekšā atrodas kāda kapsēta. Tur apbedīt savus kaulus ir privilēģija. Jo tur sāksies Pastarā tiesa. Dzīvi dāvājošās žēlastības tiesa. Cik daudz nāves mūs apņem? Uz kādu žēlastību ceram mēs? Uz kādu taisnību? Kas tik ļoti izkaltē mūsu dvēseles, ka jūtamies kā kaili, trausli skeleti? Kur ir mūsu dzīvība? Kas gan cits ir cilvēks, ja ne funkcionējoša dzīva būtne līdzīga sunim, skudrai vai izbiedētam putnam, kam jāpiesargās no klijāna? „Runā uz mani!” pravietis lūdz Kungu. Jā, tas ir Gars, kas no mūsu kauliem izveido cilvēku. Tas ir vārds, ko man dod, ko drīkstu nest. Mēs ar saviem vārdiem dodam viens otram dzīvību vai nāvi. Mūsu valoda ir zāles un mūsu ieroču arsenāls. Vienā mirklī, mēs dzirdam un lasām, kaulos ieplūst dzīvība. Cilvēki aizslēgto vārtu priekšā pamostas kā no dziļa vienaldzības miega. Cauri mūrim atkal ved ceļš. Vārti atveras. ”Es iedvesīšu jums savu Garu”, saka Dievs. Cik daudz dzīves mūs apņem? No kā, no kādas taisnības mēs baidāmies? Kas tas ir par spēku, kas izplūst no mūsu dvēseles, ka sajūtam drosmi un asinis uzvirmo mūsu dzīslās? Ko mums padarīs nāve? Tāpēc viens ar otru runājam un dzīvojam, nevis viens otram ejam garām. Ļaujiet, lai jūsu sirdis cita citai pieskaras. Uzdrīkstaties piecelties no garlaicības, pārstrādāšanās, nesasniegto mērķu kapiem. Dievs saka Ecehiēlam: runā kā mans pravietis un saki viņiem: tā saka jūsu Dievs: Es atvēršu jūsu kapus un izvedīšu jūs, mana tauta, no nāves. Es likšu jūsos ieiet savam Garam, ka jūs topat dzīvi, un jūs aizvedīšu atpakaļ jūsu pazaudētajā zemē. Jā, mums jāatver savas acis kā pēc ilga, dziļa, nemierīga miega. Mums jāpārbauda mūsu muskuļi līdz pat pirkstu galiem. Mums dziļi jāieelpo svaigais jūras gaiss. Mums jānomierinās un vērīgi jāieklausās tajā, kas mūsu sirdij jādzird. Mēs neesam tikai kauli. Mēs esam sirds un dvēsele, miesa un asinis. Mēs esam cilvēki, kas mīlam, kā Dievs mūs mīlestības dēļ ir radījis. Jo mūsu kauli nav vairs tikai kaut kas, kas jāapbedī. Jo mums ir mugurkauls, kustīgas kājas un rokas un gudra galva. Dieva Gars mūsos mājo. Radīšanas, pestīšanas, mierinājuma, žēlsirdības un brīvības gars. Mēs šodien esam Rīgā. Eiropas vidū. 2008.gadā pēc Jēzus dzimšanas. Kādi gari valda mūsu dzīvē, kas mūs ietekmē, mūs nodarbina, atstumj vai iedvesmo? Vai mēs esam bezpalīdzīgi pakļauti laiku vējiem kā lapas kokos? Kas cits mēs esam? Kāds Gars runā no mums? Dievs mūs iedrošina brīvībai. Mēs varam no labā atteikties. Mēs varam izvēlēties nāvi. Mēs varam iet projām. Mēs varam sēdēt blakus avotam un izkalst. Mēs varam vaimanāt un sūdzēties, pieķerties ilūzijām vai mānīt sevi savādāk. Jeb mēs varam kā Ecēhiēls sacīt Dievam: Runā uz mani. Dod man Tavu Garu. Ļauj, lai kas no Tavas dzīvības elpas manī kļūtu manāms. Riskēsim ar labo dzīvi. Posīsimies ceļā. Darīsim to, par ko zinām, ka tas mums jādara. Lūkosim, lai mūsu dvēseles neizkalst kā neapliets puķu pods. Rādīsim, ka mēs mākam atšķirt dzīvību un meklēsim patiesību, attīstīsim sevī izsalkumu pēc taisnības. Mēs stāvam dzīvības vārtu priekšā. Mēs varam novērsties un bēgt, mēs varam iet bojā un sabrukt, bet mēs arī varam ļaut mūsos mājot Dieva Radītāja Garam. Mēs varam meklēt patieso dzīves kvalitāti, lai patiešām var atskanēt dzīves skaistās skaņas. Dievs mūs nav veidojis par marionešu teātri, bet kā sevis paša līdzību. Viņš mūsu izkaltušos kaulus nesavieno ar neredzamiem pavedieniem it kā mēs būtu bezspēcīgas marionetes. Viņš ir devis mums sirdi, ko Viņš uzrunā: un redzi, Viņš iedvesa savu Garu miroņu kaulos Jeruzalemes vārtu priekšā. Nogalinātais meklē samierināšanu, karotājs piedošanu. Izmisušajam vajadzīgi cerības vārdi. Kas padevies, tam atkal jāceļas. Tas, kas sabojāts, lūkojas pēc atjaunošanas. Vainīgais vēlas savu vainu piedošanu. Mirstošais spēj izlīdzināties ar dzīvi. Dieva Gars  plūst mūsu locekļos – mēs dzīvojam.

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Kantate „Komm Heiliger Geist”

Komm, Heiliger Geist, Herre Gott, erfüll mit Deiner Gnadenglut
Deiner Gläubigen Herz, Mut und Sinn, Dein brennend Lieb entzünd in ihm.
O Herr, durch Deines Lichtes Glanz zum Glauben Du versammelt hast
das Volk aus aller Welt Zungen. Das sei Dir, Herr, zu Lob gesungen.
Halleluja, Halleluja. 

Komm, Heilige Glut, süßer Trost, nun hilf uns, fröhlich und getrost,
in Deinem Dienst beständig bleiben, dieTrübsal uns nicht wegtreiben.
O Herr, durch dein Kraft uns bereit und wehr des Fleisches Ängstlichkeit,
dass wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu Dir dringen,
Halleluja, Halleluja.

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Tu Gars no Dieva, Svētais Dievs, / Nāc mūsu sirdīs, dārgais vies’ / Un tās ar žēlastību pildi / Ar karstu mīlestību sildi. / Ak Kungs, Tu skaidrais mācītājs, / Kas Dievam klausīt aicināj’s / It visus ļaudis visās malās, / Par to Tev pateic draudze Tava. / Allelujā! Gods Dievam dots.

Tu svētā uguns, saldais prieks, / Nekad lai ļaunais ienaidnieks / Mūs prom no Tevis neaizraida, / Lai sirds uz Tavu gaismu gaida. / Kungs, lai Tavs spēks mūs pasargā / Un vājo prātu drošina, / Ka varam bēdās droši ciesties, / Caur nāvi pat pie Tevis spiesties. / Allelujā! Gods Dievam dots.

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Lesung aus Joel 3:

Danach aber wird es geschehen, dass ich meinen Geist ausgieße über alles Fleisch. Eure Söhne und Töchter werden Propheten sein, eure Alten werden Träume haben, und eure jungen Männer haben Visionen. 2 Auch über Knechte und Mägde werde ich meinen Geist ausgießen in jenen Tagen. 3 Ich werde wunderbare Zeichen wirken am Himmel und auf der Erde: Blut und Feuer und Rauchsäulen. 4 Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in Blut, ehe der Tag des Herrn kommt, der große und schreckliche Tag. 5 Und es wird geschehen: Wer den Namen des Herrn anruft, wird gerettet. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem gibt es Rettung, wie der Herr gesagt hat, und wen der Herr ruft, der wird entrinnen.

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Un tad notiks, ka Es izliešu Savu Garu pār visu miesu un jūsu dēli un jūsu meitas pasludinās nākamas lietas, jūsu vecaji redzēs atklāsmes sapņos, bet jaunie redzēs parādības. Arī pār kalpiem un kalponēm Es izliešu tais pašās dienās Savu Garu.

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 Ansprache zu Joel 3 von Pastor Juris Rubenis

 Dieser Text aus dem Alten Testament scheint für das Pfingstfest unpassend zu sein. Zu Pfingsten würden wir lieber etwas Feierlicheres und Schönes hören. Doch diese Zeilen beschreiben keine schönen und glücklichen Zeiten. Sie bilden die Welt ab, in der wir leben. Auch wenn wir es nicht sehen wollen, - in unserer Welt wird so viel Blut vergossen, es gibt Leiden und Krieg. Die wir die „normale” Welt nennen, ist immer so  gewesen. Die wir in dieser geboren sind, können scheinbar nichts Besonderes tun, weil wir in dieser Welt geboren werden und sterben. Und dennoch wollen die Worte des Propheten unserer „normalen” Ordnung der Dinge widersprechen, so wie das Pfingstfest uns eine völlig neue Lebensmöglichkeit aufzeigen will, wenn wir bereit sind, uns dem Geist Gottes zu öffnen. Wahrlich, in unserem Leben und unserer Welt ist an Problemen kein Mangel. Auch für den Feiertag wäre es nicht vernünftig, das auszublenden, was wir nicht sehen. Es wird uns immer klarer, dass Vernunft und guter Willen nicht ausreichen, diese Probleme zu lösen. Nein, unserer Welt ist der Geist Gottes notwendig wie Licht und Brot. Nur mit Hilfe Gottes können wir unser Leben und die Ereignisse der Welt wirklich verstehen und die recht Art finden, unsere Probleme zu lösen.  Die Bibel, aber auch die Weltgeschichte zeigt uns klar, dass überall, wo Gottes Geist in hoffnungslosen Situationen gesiegt hat, Lösungen gefunden wurden und uns beherrschender Hass, Abneigung und Aggression überwunden werden können. Und, selbstverständlich, überall dort, wo Gottes Geist ignoriert wurde, hat es mit unseren zivilisierten Bemühungen nicht hingereicht. Was meint der Prophet Joel mit der Erwähnung von „Träumen und Visionen”? Kurz gesagt: Es ist die Gabe des Geistes Gottes, tiefer und weiter sehen zu können. Der Hauptgrund, warum wir leiden und anderen Leiden verursachen, ist eine oberflächliche und flache Weltsicht. Nur der Mensch, der mit Gottes Hilfe tiefer sehen kann als die Oberfläche, ist fähig, die richtigen Lebensentscheidungen zu treffen und furchtlos selbst den schwierigsten Problemen zu begegnen. Denn wenn Gott in dir redet, brauchst du keinen anderen mehr um Rat fragen. Gott sagt, dass Er Seinen Geist auf alles Fleisch ausgießen will. Ja, Er will Seinen Geist nicht nur einigen Auserwählten geben, einem richtigen Volk oder einer wahren Kirche, am Ende nicht nur einer wahren Religion, sondern allen. Über alle, alle Menschen und „alles Fleisch” will Gott Seinen Geist ausgießen. Das ist die Pfingstbotschaft. Gottes Geist ist unterwegs zu uns, zu mir. Man kann sagen – es sind schwere Zeiten und erschreckende Worte. Aber es sind es auch große Verheißungen jedem, „der den Namen des Herrn anruft”. Alles hängt ab vom richtigen Wort, der rechten Lebensausrichtung, dem wahren Geist. Der Bibeltext erlaubt uns nicht, bei schönen, aber leeren Worten stehen zu bleiben, die heutzutage keinem Menschen mehr etwas Besonderes bedeuten. Nicht umsonst lesen im Brief des Paulus an die Galater von den Früchten des Geistes, über die Resultate, die Gott aus uns hervorlocken will. „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.” (Gal. 5:23) Wie sehr würde sich unsere Welt verändern, wenn unsere Entscheidungen und Taten aus den Früchten des Geistes hervorgingen! Das ist die Pfingstbotschaft. Eine unerwartete aber echte Freude. Gott lädt uns ein umzukehren, zu Seinem Geist. Er gießt Seinen Geist reichlich über uns aus und möchte sehr, dass der Geist in dieser Welt jeden erreicht. Amen

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Šis Vecās Derības Vasaras svētku teksts liekas gandrīz nepiemērots svētkiem. Jo svētkos mēs vēlamies dzirdēt kaut ko iepriecinošu un skaistu. Taču šīs rindas neapraksta skaistus un laimīgus laikus. Jo tajās attēlota tā pasaule, kurā mēs dzīvojam. Lai kā mēs to nevēlētos redzēt – mūsu pasaulē joprojām ir tik daudz izlietu asiņu, ciešanu un karu. Tā ir tā sakot „normālā” pasaule, kāda tā vienmēr bijusi. Liekas, ka tur neko īpašu nevaram darīt, jo tādā pasaulē piedzimstam un tādā nomirstam. Un tomēr pravieša vārdi vēlas mūsu „normālajai” lietu kārtībai runāt pretī, līdzīgi kā Vasaras svētki vēlas mums parādīt pilnīgi jaunu iespēju kā dzīvot, ja vien esam gatavi atvērties Dieva Garam. Patiešām, mūsu dzīvē un pasaulē netrūkst problēmu. Arī svētku reizē nebūtu prātīgi izlikties tās neredzam. Taču aizvien skaidrāk mēs mācāmies saprast, ka to atrisināšanai ir par maz ar skaidru cilvēka saprātu un labu gribu. Nē, mūsu pasaulei kā gaiss, kā maize ir vajadzīgs Dieva Gars. Tikai ar Dieva Gara palīdzību mēs varam īsti saprast savu dzīvi, pasaules notikumus un atrast pareizo veidu, kā risināt mūsu problēmas. Bībele, bet arī pasaules vēsture mums tik skaidri parāda, ka visur, kur uzvarējis Dieva Gars bezcerīgas situācijas ir ieguvušas atrisinājumu un mūsos valdošie, šķiet, tik neuzvaramie - naids, atstumšana un agresija tikuši pārspēti. Un, savukārt, visur tur, kur Dieva Gars ir ticis ignorēts ar mūsu cilvēciskajiem centieniem allaž ir pietrūcis. Ko nozīmē pravieša Joēla pieminētās „atklāsmes un parādības”? Īsi sakot – tā ir Dieva Gara dāvāta iespēja redzēt dziļāk, plašāk, vairāk. Jo galvenais iemesls, kāpēc ciešam un radām ciešanas citiem ir mūsu tik virspusīgais, seklais pasaules redzējums. Tikai tas cilvēks, kas ar Dieva Gara palīdzību spēj redzēt dziļāk par lietu virspusi ir spējīgs pieņemt īstos dzīves lēmumus un bezbailīgi pastāvēt pat visgrūtāko problēmu priekšā. Jo tad, kad tevī runā Dievs, nevienam cilvēkam vairs nav jāprasa pēc padoma. Dievs saka, ka Viņš grib izliet savu Garu pār visu miesu. Jā, Viņš grib dot savu Garu nevis tikai dažiem izredzētajiem, īstajai tautai vai īstajai baznīcai, galu galā arī ne tikai īstajai reliģijai, bet visiem. Pāri visiem, visiem cilvēkiem, pāri „visai miesai” Dievs grib izliet savu Garu. Tā ir Vasaras svētku vēsts. Dieva Gars ir ceļā pie mums, pie manis. Varam sacīt - grūti laiki un biedējoši vārdi. Taču arī tik lieli apsolījumi katram, kas „piesauks Kungs vārdu”. Viss ir atkarīgs no īstā vārda, īstā dzīves virziena, īstā Gara. Bībeles teksts mums neļauj palikt tikai pie skaistiem, bet tukšiem vārdiem, kas mūsdienās neko īpašu cilvēkiem vairs nenozīmē. Nevelti Pāvila vēstulē Galatiešiem mēs lasām par Gara augļiem, jā par tiem rezultātiem, ko Dievs mūsos gribētu izraisīt. „Bet Gara augļi ir: mīlestība, prieks, miers, pacietība, laipnība, labprātība, uzticamība, lēnprātība, atturība” (Gal. 5:23). Cik gan ļoti mainītos mūsu pasaule, ja mēs savus lēmumus un rīcību pamatotu Gara augļos. Tā ir svētku vēsts. Negaidīta, bet patiešām priecīga. Dievs mūs aicina atgriezties, atgriezties pie Viņa Gara. Viņš bagātīgi izlej pāri mums savu Garu un Viņš tik ļoti vēlētos, lai tas šajā pasaulē sasniegtu visus, katru.

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Gemeindelied: Gott Vater, sende deinen Geist

Gott Vater, sende deinen Geist, den uns dein Sohn erbitten heißt, aus deines Himmelshöhen. Wir bitten, wie er uns gelehrt: Lass uns doch ja nicht unerhört von deinem Throne gehen.

Vinš rugtu krustu saldina, Vinš musu gaisma tumsiba, Ka avis Vinš mus gana; Vinš musu sirdis pasarga, Lai bailiga nakts dziluma Tas launa nenomana.

Vinš Dievu bities pamaca, Mums sirdis škisti, izrota Un majo Pats iekš tadam. Kas labu dar’ un zemojas Un kas pie Dieva atgriežas, Tas Vinam ir pa pratam.

Der Geist, den Gott vom Himmel gibt, der leitet alles, was Ihn liebt,  auf wohlgebahnten Wegen,  Er setzt und richtet unsern Fuß, dass Er nicht anders treten muss, als wo man findt den Segen.

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Fürbitten

Himmlischer Vater.
Beschenke uns mit den Früchten Deines Geistes, mit Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung!

Himmlischer Vater!
Hilf uns in unsere täglichen großen und kleinen Entscheidungen, die wir treffen um Deine Erleuchtung, gib uns den Blick der Erleuchtung durch Deinen Geist, damit wir die Welt und einander recht sehen; gib uns den Blick, mit dem wir die Welt und alles in Liebe ansehen können.

Himmlischer Vater,
Bewahre uns vor voreiligem Urteil, lass uns die Gegenwart Deines Geistes auch dort entdecken, wo wir sie nicht erwartet haben, lass uns Deiner Führung vertrauen und auf den Sieg Deines Geistes in unserer Welt, denn Dir gehören alle Dinge, und auf immer wollen auch wir Dir angehören.

Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison!

 Herr, unser Gott,
Wir bitten Dich um Deinen guten Geist.
Möge das Gefühl für gegenseitige Verantwortung wachsen und gedeihen wie Korn auf den Feldern,
Möge der Respekt voreinander zunehmen, wie der Wein in den Trauben reift.

Herr, unser Gott,
Wir bitten Dich um Deinen heiligen Geist.
Möge Glauben in uns stark werden wie das Wasser der Flüsse.
Möge Hoffnung in uns quellen wie das Korn, aus dem neues Leben wächst.

Herr, unser Gott,
Wir bitten Dich um Deinen Segensgeist.
Mögen wir Deine Nähe spüren als Gnade und inneren Frieden.
Mögen sich unsere Hände unserem Nächsten öffnen und unsere Herzen sehen lernen.

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Debesu Tēvs,
Apdāvini mūs ar sava Gara augļiem: mīlestību, prieku, mieru, pacietību, laipnību, labprātību, uzticamību, lēnprātību un atturību!

Debesu Tēvs,
Palīdzi mums mūsu ikdienas lielajos un mazajos lēmumos, ka tos pieņemam Tava Gara apgaismoti, dod mums Tava Gara apgaismotas acis, lai varam patiesi redzēt pasauli un viens otru, dod mums acis, kas spēj visu uzlūkot ar mīlestību.

Debesu Tēvs,
Māci mums nesteigties ar spriedumiem, netiesāt, bet mācīties atklāt Tava Gara klātbūtni arī tur, kur to neesam gaidījuši, ļauj mums uzticēties Tavai vadībai un Tava Gara uzvarai mūsu pasaulē, jo Tev pieder visas lietas un Tev vienmēr gribam piederēt arī mēs.
 

Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison!

Kungs, mūsu Dievs,
Mēs lūdzam Tevi pēc Tava labā Gara.
Lai pieaug savstarpējas atbildības sajūta un zeļ kā labība laukā,
Lai pieaug cieņa vienam pret otru, kā vīns nogatavojas vīnogās.

Kungs, mūsu Dievs!
Mēs Tevi lūdzam pēc Tava svētā Gara.
Lai ticība mūsos kļūst stipra kā upes straume.
Lai cerība mūsos nobriest kā graudi, no kuriem aug jauna dzīve.

Kungs, mūsu Dievs!
Mēs lūdzam Tev pēc Tava svētības Gara.
Lai mēs sajūtam Tavu tuvumu kā žēlastību un iekšēju mieru.
Lai mūsu rokas atveŗas mūsu tuvākajiem un mūsu sirdis iemācās redzēt.

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Gemeindelied: Segne und behüte uns

1. Segne und behüte uns durch deine Güte. Herr, erheb dein Angesicht über und und gib uns Licht.

2. Savu mieru dodi, Kristus dēļ nesodi;
Dod mums Tavu Garu gūt, Mūžam Tavā valstī būt.

3. Amen. Amen. Amen! Ehre sei dem Namen
Jesu Christi, unsers Herrn, denn Er segnet uns so gern.

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Johann Friedrich Doles der Ältere (1715-1797)

Johann Friedrich Doles wurde am 23. April 1715 in Steinbach-Hallenberg (Thüringen) geboren. Schon früh wurde seine musikalische Begabung entdeckt. Er lernte in jungem Alter Klavier und Violine und erhielt Gesangsunterricht. Als Doles 15 Jahre alt war, wurde ihm bereits eine Organistenstelle angeboten. Doles ging 1739 zum Studium der Theologie nach Leipzig und gehörte in dieser Zeit zum engeren Kreis junger Musiker um Johann Sebastian Bach, dessen Schüler er für vier Jahre  war. Im Alter von 40 Jahren, im Jahr 1756, wurde Doles Thomaskantor in Leipzig in der Nachfolge Bachs. Dieses Amt hielt er 33 Jahre inne. In den  Jahren 1770 bis 1778 wirkte er auch als Musikdirektor an der Universität Leipzig. Neben seiner Lehrtätigkeit an der Universität und den vielseitigen Aufgaben eines Thomaskantors komponierte Doles Vokal- und Instrumentalmusik. Er hat ein sehr umfangreiches kompositorisches Schaffen hinterlassen. Als führender Komponist protestantischer Kirchenmusik komponierte Doles an die 160 Kantaten, 35 Psalmen und einige Passionen, Oratorien und Messen. Doles vertrat die Auffassung, dass Kirchenmusik der Rührung des Herzens und zur Erquickung des Geistes diene. Die "wahre Kirchenmusik" müsse demnach einen schönen, fließenden und reinen Gesang haben, eine deutliche reine und den Gesang unterstützende Harmonik und einen leichten und verständlichen Rhythmus. Dieses alles sind Kennzeichen, die in der Musikgeschichte dem empfindsamen Stil zugeordnet werden. So bevorzugt Doles in den meisten seiner Kompositionen eingängige Melodien und eine einfache Harmonik. und grenzt sich somit stark von seinem Lehrer Bach ab, in dessen Werken der gelehrt gearbeitete, anspruchsvolle polyphone Stil des Hochbarock seine Vollendung fand. Auch Johann Friedrich Doles Zeitgenossen wie, Johann Adolf Hasse, Carl Philipp Emanuel Bach, Johann Christoph Kühnau u.a. verwirklichten in ihren  Kirchenkompositionen diese Ideale. Auch zu ihren Forderungen zählten neben der einfachen Melodie, die leicht singbar und eingängig sein sollte, das „äußerst richtige Gefühl“, der „gute Geschmack“ sowie eine akkordische Begleitung im homophonen Stil. Der kontrapunktische Stil bei Johann Sebastian Bach war den meisten ‚modernen’ Kirchenmusikern der damaligen Zeit zu künstlich und nicht fassbar. Doles wollte mit seiner Tonkunst nicht nur einen auserwählten Kreis von Intellektuellen, sondern alle Zuhörer erreichen. Seine Werke kennzeichnen somit den Übergang vom Barock zur Frühklassik. Nach seiner Emeritierung besserte Doles seine Altersrente durch den Vertrieb handschriftlicher Abschriften eigener und fremder Kompositionen auf. Dadurch fanden seine Kirchenwerke landesweite Verbreitung und sind in mehreren Quellen erhalten. Auf diesem Wege sind ein Teil seiner Kompositionen vielleicht auch in die Notenbibliothek der Hlg. Dreifaltigkeitskirche zu Libau gelangt.

Doles verstarb im Alter von 82 Jahren am 8. Februar 1797 in Leipzig.

Johans Frīdrichs Doless vecākais (1715-1797)

Johans Frīdrichs Doless dzimis 1715. gada 23. aprīlī Šteinbachā-Hallenbergā Tīringenē.Viņa mūzikālais talants atklājās jau agrā bērnībā. Viņš mācījās spēlēt klavieres un vijoli un dziedāt. Jau 15 gadu vecumā viņam piedāvāja ērģelnieka vietu.1739. gadā Doless devās uz Leipcigu studēt teoloģiju un šai laikā piederēja pie šaurāka jaunu mūziķu loka, kas pulcējās ap Johanu Sebastianu Bachu, kuŗa skolnieks Doless bija četrus gadus. 40 gadu vecumā, 1756. gadā, Doless kļuva par Bacha pēcteci Leipcigas Toma baznīcas kantora amatā. Sabija viņš šai amatā 33 gadus. No 1770. līdz 1778. gadam Doless bija arī Leipcigas universitātes mūzikas direktors. Doless pārstāvēja uzskatu, ka baznīcas mūzika kalpo sirds aizkustināšanai un gara spirdzināšanai. “Patiesā baznīcas mūzika” tātad prasa pēc skaista, plūstoša un tīra dziedājuma, skaidras un tīras harmonijas dziedājumam par atbalstu un viegla , saprotama ritma. Tās visas ir pazīmes, kas mūzikas vēsturē raksturo ...  stilu.  Tā vairumā skaņdarbu Doless izvēlas viegli uztveŗamas melodijas, un vienkāršu harmoniju, līdz ar to stipri norobežojoties no sava skolotāja Bacha, kuŗa darbos līdz pilnestībai izkopts ziniski izstrādātais, sarežģītais vēlīnā baroka polifonais stils. Arī Dolesa laikabiedri, piem., Johans Ādolfs Hase, Kārlis Filips Emanuēls Bachs, Johans Kristofs Kīnavs, savās baznīcas kompozīcijās īstenoja šos ideālus. Arī pie viņu prasībām blakus viegli dziedamai un uztveŗamai melodijai piederēja “ļoti pareiza izjūta”, “laba gaume”, kā arī akordu pavadījums homofonā stilā. Johana Sebastiana Bacha kontrapunktiskais stils vairumam tā laika “moderno” baznīcas mūziķu bija pārāk mākslīgs un neuztveŗams. Doless ar savu mūziku gribēja aizsniegt ne vien izredzētu intellektuāļu loku, bet gan visus klausītājus. Tādējādi viņa darbi iezīmē pāreju no baroka uz agrīno klasiku. Devies emeritūrā, Doless savu pensionāra stāvokli mēdza uzlabot, pārdodot savu un svešu kompozīciju norakstus. Tādējādi viņa baznīcas skaņdarbi ir kļuvuši visai izplatīti un saglabājušies vairākos avotos. Varbūt šādā veidā daļa viņa skaņdarbu nonākusi arī Liepājas Trīsvienības baznīcas bibliotēkā. Doless nomira 82 gadu vecumā 1797. gada 8. februārī Leipcigā.

Kantāšu atskaņojumā piedalās / Die Beteiligten:

koris Daugaviņa,

orķestris Latvijas filharmoniķi,

dziedone Maija Tutova (soprāns).

Diriģents Kārlis Beinerts.

Ērģelnieki

Vita Kalnciema un Ingmars Zemzaris.

Māŗa Subača zīmējumi.

Notis sagatavojis Kristians Hammeršmits.

Kristīnes Tumatas mūzikoloģiskie kommentāri.

Ingmara Zemzaŗa liturģiskās mūzikas fragmenti.

Programmas bukletu veidojis māc. Martins Grāls.

Pateicība Liepājas Trīsvienības baznīcas draudzei par nošu oriģinālu.

Pateicība Jezus baznīcas draudzei.

Pateicība Vācijas vēstniecībai par finansiālo atbalstu.

Dank gilt der Deutschen Botschaft in Riga für die finanzielle Unterstützung.

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