Deutsche Ev.-luth. Kirche in Lettland
Vācu evaņġeliski-luteriskā baznīca Latvijā
German Evangelical – Lutheran Church in Latvia
Немецкая Евангельская Лютеранская Церковь в Латвии
www.kirche.lv

Siehe auch: www.Petrikirche.lv 

 

 
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Treue wachse auf Erden
und Gerechtigkeit schaue vom Himmel.

(Psalm 85, 11)

Die Gerechtigkeit Gottes zu begreifen,
die sich uns in Christus gezeigt hat, ist unsere Aufgabe als Kirche.
Ihr mit Glauben zu begegnen und als Wahrheit durch uns erweisen zu lassen,
ist der Auftrag unserer Gemeinden und jedes Menschen, der sich von Gott ansprechen lässt.

 

 

 

Man kann hin und wieder lesen, Albrecht Dürer sei auch in Riga gewesen, - während seiner Reise 1520/21. Das ist wohl nur Legende, denn Riga liegt wahrlich nicht auf dem Weg von den Niederlanden nach Nürnberg, aber vielleicht ist es wahr, dass in der St. Petrikirche für kurze Zeit ein Marienbild gestanden hat. Das nebenstehende kleine Bild vom Jesuskind entstand im Jahre 1493, als Dürer gerade mal 22 Jahre alt war. Er war damals auch auf Reisen, und zwar zu Martin Schongauer im elsässischen Colmar. Das Bild ist eine kleine Kostbarkeit, - im Original gerade so groß wie eine Postkarte, 9x11 cm auf Pergament, einem kleinen Lederstück also.

Das Motiv erinnert an spätgotische Altäre, wo das Jesuskind auf den Armen Marias irgendein Attribut in den Händen hält, - einen Granatapfel, ein Musikinstrument oder wie auf unserem Gemälde: die Weltkugel. Vielleicht ist unser kleines Gemälde so etwas wie eine Teilstudie für eine große Madonnendarstellung mit Kind.

Die Weltkugel in den Händen eines Kindes. Man mag dabei an Psalm 8 denken: „Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet,... Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“ Schon früh hat man diese Verse auch auf Christus bezogen. Worin besteht die Größe des Menschen? Darin, dass er sich herab beugen kann. Was ist das Tiefste, wozu der Mensch fähig ist? Dass er andere berührt. Wo kommen wir der Perfektion am nächsten? In der Liebe. Wodurch bringt Gott uns Heil und öffnet uns den Himmel? Indem er wurde wie wir, verletzlich, angreifbar und sich kreuzigen ließ. Gott hat uns und die Welt gewonnen, nicht besiegt.

Pastor Dr. Martin Grahl

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Der Gemeindebrief  Dezember 2011 - Februar 2012 findet sich hier.

Sonntäglich findet in Riga deutschsprachiger Gottesdienst statt.

Ein Vortrag über die Umsiedlung der Deutschbalten von Martin Grahl findet sich hier auf deutscher Sprache, bzw. auf Lettisch.

Ein Buch über den Christlich jüdischen Dialog von Martin Grahl können Sie als pdf-Datei lesen
auf Deutsch, in Lettisch und auf Russisch. (Dabru emet auf Lettisch ist eine extra Datei.)

Einen Aufsatz über die Dreifaltigkeitskirche in Liepaja ist als pdf-Datei ebenfalls hier zu lesen.

Zum Thema "Allegorie" hat Martin Grahl ein Buch geschrieben: "Das Wort Gottes und seine allegorische Auslegung", Der Kreuzaltar des Münsters von Doberan; ISBN 978-3-8416-0120-9; es ist über www.Amazon.de zu beziehen und kostet 58 Euro. Einen Eindruck, worum es dabei geht, gibt dieser kleine Aufsatz über ein mittelalterliches Kirchenfenster zur Samaritergeschichte in der Kathedrale von Bourges.   

Ein Heft zur Dreifaltigkeitsikone des Andrej Rubljow: