Deutsche Ev.-luth. Kirche in Lettland
Vācu evaņġeliski-luteriskā baznīca Latvijā
German Evangelical – Lutheran Church in Latvia
Немецкая Евангельская Лютеранская Церковь в Латвии
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Treue wachse auf Erden
und Gerechtigkeit schaue vom Himmel.

(Psalm 85, 11)

Die Gerechtigkeit Gottes zu begreifen,
die sich uns in Christus gezeigt hat, ist unsere Aufgabe als Kirche.
Ihr mit Glauben zu begegnen und als Wahrheit durch uns erweisen zu lassen,
ist der Auftrag unserer Gemeinden und jedes Menschen, der sich von Gott ansprechen lässt.

 

 

 

Im Traubental des Gelobten Landes schnitten die Kundschafter eine Rebe mit einer Weintraube ab und trugen sie zu zweit auf einer Stange. Vierzig Tage hatte die Erkundung gedauert, und sie erzählten Mose: Es ist wirklich ein Land, in dem Milch und Honig fließen!

(aus 4. Mose 13, Bild: Fries am Bremer Dom 1919)

Als um 1200 Missionare und Händler an das Ostufer der Ostsee vordrangen, waren die Bedingungen hart. Sie hätte hier vergebens nach solch riesigen Früchten Ausschau gehalten. Und dennoch, es war ein Landstrich, an dem man reich werden konnte. Die Hanse, die viele Städte in Norddeutschland so reich gemacht hat, verdankte viel dem Osthandel. Im Unterschied zu Ostpreußen, siedelten Deutsche in Livland nur in Städten. So verloren sich auch die einheimischen Sprachen nicht wie anderswo. Estnisch und Lettisch haben sich erhalten und es sind eigene Nationalstaaten entstanden.

Heute befindet sich das Baltikum politisch gesehen zwischen Ost- und Westeuropa. Es ist die Ostgrenze der Europäischen Union, aber auch viele Russen leben hier. Und es ist eines der Länder Europas, in dem sich die Wirtschaftskrise besonders hart auswirkt. Nun gibt es die Hoffnung, dass man die Talsohle durchschritten hat. Ganz allmählich könnte es wieder aufwärts gehen. Lettland könnte eigentlich auch zu den Ländern gehören, in denen „Milch und Honig fließen“. Dorthin scheint es aber noch ein weiter Weg zu sein.

Wirtschaftlicher Fortschritt und soziale Selbstverständlichkeiten sind notwendig und erstrebenswert. Aber das genügt uns nicht, wir haben noch höhere Ansprüche. Wir sind unterwegs zum „Gelobten Land“ auch in anderer Hinsicht. Als Glaubende sehen wir auch auf das Unsichtbare, wie es der Hebräerbrief sagt. Wir suchen und brauchen das Heil unserer Seele. Und das kommt nicht erst dann, wenn dazu die Voraussetzungen eines äußerlich sorgenfreien Lebens gegeben sind, was es wohl nie auf Erden geben wird. Wir finden Heil im Trost, in Hoffnung und Liebe. Wir erwarten echtes soziales Miteinander. Das Heil beginnt mit der Verheißung: Gott ist bei uns. Er begleitet uns auf den Wegen, die uns zum besseren Miteinander führen.

Ihr

Pastor Dr. Martin Grahl
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Der Gemeindebrief  September - November 2010 findet sich hier.

Sonntäglich findet in Riga deutschsprachiger Gottesdienst statt.

Ein Vortrag über die Umsiedlung der Deutschbalten von Martin Grahl findet sich hier auf deutscher Sprache, bzw. auf Lettisch.

Ein Buch über den Christlich jüdischen Dialog von Martin Grahl können Sie als pdf-Datei lesen
auf Deutsch, in Lettisch und auf Russisch. (Dabru emet auf Lettisch ist eine extra Datei.)

Einen Aufsatz über die Dreifaltigkeitskirche in Liepaja ist als pdf-Datei ebenfalls hier zu lesen.

Ein Heft zur Dreifaltigkeitsikone des Andrej Rubljow: